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J. Walter (1), C. Klein (2), A. Wehrend (3)
(1) Clinic of Reproductive Medicine, Vetsuisse-Faculty University Zurich, Switzerland; (2) Gluck Equine Research Center, Department of Veterinary Science, University of Kentucky, Lexington, USA; (3) Clinic for Obstetrics, Gynaecology and Andrology of Large and Small Animals with Veterinary Ambulance, Justus-Liebig-University Giessen, Germany
Gegenstand und Ziel: Die zytologische Untersuchung von Abstrichen des Endometriums ist ein wertvolles diagnostisches Hilfsmittel im Rahmen der Endometritisdiagnostik, hat jedoch in Deutschland bisher keinen festen Platz in der Routinediagnostik gefunden. Eine mögliche Ursache hierfür stellt das zeitaufwendige Färbeverfahren nach Papanicolaou-Shorr dar. Im Rahmen dieser Studie sollte der Einsatz der Eosin-Thiazin-Schnellfärbung für endometriale Abstriche gestestet werden, um diese Methodik in der Routineuntersuchung zu vereinfachen.
Material und Methoden: Die Probenentnahme erfolgte bei 27 zur gynäkologischen Untersuchung vorgestellten Stuten mittels Knudsen-Katheter. Die Tupfer wurden doppelt ausgestrichen und je ein Ausstrich nach Papanicolaou-Shorr bzw. mit Eosin-Thiazin (Hemacolor®, Merck) gefärbt. Ließen sich mehr als 0,5% neutrophile Granulozyten darstellen, wurde die Probe als endometritispositiv gewertet. Verglichen wurde die Darstellbarkeit von neutrophilen Granulozyten, der Anteil positiver/negativer Proben sowie der Gehalt neutrophiler Granulozyten.
Ergebnisse: Neutrophile Granulozyten waren in beiden Färbungen eindeutig darstellbar. In der Papanicolaou-Shorr-Färbung ergab sich bei 10 Stuten ein zytologisch positiver Befund (37%), in der Eosin-Thiazin-Färbung bei 12 Stuten (44%). Beim Vergleich der Färbemethoden bestand eine Übereinstimmung des Ergebnisses zytologisch positiv oder negativ in 25 Fällen (95%), wobei bei zwei Stuten ausschließlich in der Eosin-Thiazin-Färbung neutrophile Granulozyten nachweisbar waren. Ein geringgradig höherer Gehalt an neutrophilen Granulozyten in der Papanicolaou-Shorr-Färbung war in drei Fällen nachweisbar. Schlussfolgerung: Die Eosin-Thiazin-Färbung eignet sich für die exfoliative Endometriumszytologie und war in zwei Fällen der Papanicolaou-Shorr-Färbung hinsichtlich des Nachweises neutrophiler Granulozyten sogar überlegen. Klinische Relevanz: Der Einsatz der Eosin-Thiazin-Färbung bringt eine deutliche Zeitersparnis und verbessert somit die Praxistauglichkeit der exfoliativen Endometriumzytologie.
Endometritis, neutrophile Granulozyten, Uterustupferprobe, Färbemethoden
| 1. | ||
J. Kauffold Tierärztliche Praxis Großtiere 2008 36 3: 189-198 | ||
| 2. | ||
M. Defontis (1), D. Vaillancourt (1), F. X. Grand (1) Tierärztliche Praxis Großtiere 2011 39 3: 171-175 | ||
| 3. | Eine retrospektive Studie | |
S. Klenner (1), J. Richartz (1), N. Bauer (1), A. Moritz (1) Tierärztliche Praxis Kleintiere 2010 38 3: 139-146 | ||