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E. Petzinger (1)
(1) Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Fachbereich Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen
Im Vordergrund der Vergiftungen mit Pyrrolizidinalkaloiden (PA) steht die chronische Toxinaufnahme durch Verzehr kontaminierten Heus, die zu Leberschäden in Form einer letal verlaufenden Leberzirrhose bzw. einer venenokklusiven Erkrankung in Leber und Lunge führen kann. Die Vergiftungssymptomatik ist nicht bei allen Tierspezies identisch und bezieht auch zentralnervöse Störungen mit ein. Bei betroffenen Pferden werden deutlich erhöhte Serumwerte hepatogener Enzyme und eine verzögerte Bromsulphthalein-Retentionszeit als Indikatoren für einen fatalen Krankheitsverlauf gewertet. Die chronische Seneciose des Pferdes ist unheilbar. Kaninchen, Japanische Wachteln und Meerschweinchen gelten als vergiftungsresistent. Schafe und besonders Ziegen erweisen sich als so unempfindlich, dass nur nach Aufnahme extremer Pflanzenmengen, die das eigene Körpergewicht um ein Mehrfaches übersteigen, Giftwirkungen auftreten. Dagegen sind Schweine, Rinder und Pferde sowie Hühner und ebenso der Mensch gegenüber Vergiftungen mit PA-haltigen Pflanzen sehr empfindlich. Bei empfindlichen Tierspezies genügen sehr geringe Mengen an getrocknetem kontaminiertem Heu, um die als unbedenklich für den Menschen angesehene tägliche PA-Aufnahmemenge von 1µg/kg KM zu überschreiten. Damit sind die Futtermittel, in denen erkennbare Pflanzenteile an Jakobskreuzkraut vorkommen, von der Verfütterung auszuschließen bzw. zu vernichten.
Leberzirrhose, Schweinsberger Krankheit, Jakobskreuzkraut, venenokklusive Erkrankung, Toxinresistenz, Lebensmittelrückstände, Futtermittelsicherheit
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MM Dollinger1, HH-J Schmidt2 Die Medizinische Welt 2007 58 9: 424-427 | ||
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K. Grüngreiff Die Medizinische Welt 2007 58 6: 251-258 | ||
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J. Petersen Die Medizinische Welt 2005 56 11: 482- | ||