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Transurethrale endoskopisch gestützte Operationstechniken bei Harnblasenerkrankungen des Pferdes

Zeitschrift: Tierärztliche Praxis Großtiere
ISSN: 1434-1220
Thema:

Schwerpunkt Pferdekrankheiten

Ausgabe: 2008: Heft 2 2008
Seiten: 124-130

Transurethrale endoskopisch gestützte Operationstechniken bei Harnblasenerkrankungen des Pferdes

M. Röcken1, G. Mosel1, C. Thum1, J. Rass1, L.-F. Litzke2
1Tierklinik in Starnberg (Leiter: PD Dr. M. Röcken), 2Chirurgischen Veterinärklinik, Chirurgie des Pferdes (Leiter: Prof. Dr. L.-F. Litzke) der Justus-Liebig-Universität Gießen

Zusammenfassung

Ziel der vorliegenden Arbeit war die Prüfung der transurethralen minimal invasiven Operationstechniken bei unterschiedlichen Erkrankungsformen der Harnblase des adulten Pferdes. Material und Methode: In der Tierärztlichen Klinik in Starnberg wurde in den Jahren 2006 und 2007 bei zwei Pferden mit benignen Harnblasentumoren und einem Pferd mit einer malignen Harnblasenneoplasie eine transurethrale laserchirurgische Tumorablation unter Einsatz eines 980-nm-Diodenlasers durchgeführt. Bei einem weiteren Patienten erfolgte eine transurethrale endoskopisch gestützte Lithotripsie eines Zystolithen mittels elektrohydraulischer Stoßwelle. Bei allen Pferden wurden die chirurgischen Eingriffe am stehenden sedierten Patienten vorgenommen. Die laserchirurgische Tumorresektion fand in zwei, drei bzw. sieben Operationssitzungen statt, die transurethrale elektrohydraulische Lithotripsie in einer Sitzung. Ergebnisse: Die benignen Neoplasien (Harnblasenpolypen) ließen sich durch das laserchirurgische Operationsverfahren vollständig entfernen. Bei der malignen Neoplasie (papilläres Übergangsepithelkarzinom) konnte eine Tumorregression im Sinne eines palliativ-therapeutischen Eingriffs mit einer Lebenszeitverlängerung um 18 Monate erreicht werden. Die transurethrale elektrohydraulische Lithotripsie führte zu keiner mechanischen Alteration der Harnblasenwand. Die Entfernung der Fragmente erfolgte mittels Harnblasenspülung sowie über die Miktion. Die Patienten mit benignen Tumoren sowie das Pferd mit Harnblasenstein blieben im 12- bis 18-monatigen Beobachtungszeitraum symptomfrei. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Gemäß den hier erzielten Ergebnissen stellt die transurethrale endoskopisch gestützte Lasertherapie bei den Harnblasentumoren wie auch die elektrohydraulische Lithotripsie bei der Zystolithiasis ein geeignetes endoskopisch-chirurgisches Therapieverfahren mit geringer Komplikationsrate dar.

Stichworte

Pferd, laserchirurgische Therapie, transendoskopisch, Harnblasentumor, Zysto - lithiasis, elektrohydraulische Lithotripsie

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