Tierärztliche Praxis Großtiere Tierärztliche Praxis Großtiere tpg de-de http://www.schattauer.de/rss.html Mon, 11 Dec 17 21:38:43 +0100 http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/zeitschriften/tieraerztliche_praxis_g/tpg-rss.jpg Different selective dry cow therapy concepts compared to blanket antibiotic dry cow treatment http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=28116 Objective: The aim of the study was to investigate the use of somatic cell count (SCC) and aerobic bacterial counts as possible tools to choose animals for selective dry cow treatment (DCT) on cow level. Blanket antibiotic DCT is an approved and common method in Germany aimed at increasing the cure rate of existing intramammary infections (IMI) at the time of drying off and decreasing the risk of new infections during the dry period. However, not all animals benefit equally from an antibiotic DCT. Moreover, dairies, consumers and politicians demand a reduction in the use of antibiotics in farm animals. Several criteria for identifying animals which would benefit from antibiotic DCT have been described in the literature. Material and methods: Animals chosen for this investigation were divided into three study groups: Aerobic Count Petrifilm® group A (153 cows), SCC group S (160 cows) and control group C (169 cows). All quarters were treated with an internal teat sealant (ITS) no matter which group the cows belonged to. Results: Group C, in which all cows received an antibiotic DCT, achieved the best results referred to udder health, particularly regarding bacteriological dry period cure. However, the results of the two study groups A and S, in which the animals were dried off selectively, were only marginally worse. A significant difference regarding bacterial dry period cure was revealed between group S and group C (p = 0.039), whereas no significant difference concerning new IMI risk could be detected between the three study groups. Compared to a blanket antibiotic DCT of all cows in the corresponding study group, a reduction of the usage of antibiotics of 23.5 % (A) and 55 % (S) was noticed, respectively. Furthermore, it could be shown that the lactation number as well as the microorganisms present at the time of drying off influence udder health. Conclusion: Selective DCT is an alternative method to the widespread blanket antibiotic DCT. However, it has to be mentioned that selective DCT involves the described marginal decline in udder health and the additional amount of time, which might arise from the procedure of choosing the right animals and performing the applied rapid test methods.... M. tho Seeth (1, 2), N. Wente (1), J.-H. Paduch (1), D. Klocke (1), E. Mansion-de Vries (1), M. Hoedemaker (2), V. Krömker (1) 28116 2017-11-15 14:56:49 Vernachlässigte, neue und wiederkehrende Parasitosen in Deutschland – bedeutend für die... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=28115 In der tierärztlichen Praxis spielen Parasitosen und deren Bekämpfung nach wie vor eine wesentliche Rolle. Die vergangenen Jahre haben Veränderungen der Rahmenbedingungen mit sich gebracht, unter denen sich auch Parasitosen entwickeln und verbreiten können. Hier sind vor allem die fortschreitende Globalisierung mit weltweit zunehmendem Tier- und Warenverkehr sowie die längerfristig wirkenden klimatischen Veränderungen zu nennen. An je zwei Beispielen aus der Protozoologie, der Helminthologie und der Entomologie wird der aktuelle Kenntnisstand dargestellt, wobei neu auftretende und wiederkehrende, ebenso wie längst bekannte, aber wenig beachtete Parasitosen Berücksichtigung finden. C. Klaus (1), F. J. Conraths (2), G. Schares (2), H. Kampen (3), D. Walther (4), A. Daugschies (5) 28115 2017-11-15 14:52:51 Selenkonzentration im Serum und Glutathionperoxidaseaktivität im Vollblut bei gesunden adulten... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=28114 Gegenstand und Ziel: Überprüfung des Selenstatus von Pferden anhand der Konzentration von Selen (Se) im Serum und der Glutathionperoxidaseaktivität im Vollblut (GPx) zur Ableitung von Referenzbereichen. Material und Methoden: Warmblutpferde aus zwei Betrieben wurden bis zu viermal im Abstand von mindestens 3 Monaten beprobt. Für einen Rassenvergleich fand in drei Betrieben einmalig eine Blutprobenentnahme bei Vollblutpferden, Islandpferden bzw. Kaltblütern statt. Daraus resultierten insgesamt 1167 Blutproben von 528 klinisch gesunden Pferden. Die-Se-Konzentration wurde massenspektrometrisch analysiert, die GPx-Aktivität in heparinisiertem Vollblut photometrisch gemessen und auf den Hämatokrit bezogen. Das Referenzintervall umfasst die zentralen 95% der Werte aller gesammelten Proben adulter (Alter > 1 Jahr) Warmblüter. Ergebnisse: Die Se-Konzentration im Serum betrug 96 ± 38 µg/l, die GPx-Aktivität im Vollblut 94 ± 40 U/ml Hkt (Mittelwert ± Standardabweichung; n = 1167). Bei 48% der Pferde ergaben sich Se-Werte unterhalb des aktuellen Referenzbereichs von 100–200 µg/l. Alter, Rasse, Standort, Fütterung und Jahreszeit hatten einen Einfluss auf den Se-Status der Pferde. Die Korrelation zwischen der GPx-Aktivität und der Se-Konzentration ließ sich mit der linearen Regressionsgleichung y = 0,73 x + 23,76 beschreiben (y = GPx-Aktivität, x = Se) und es bestand eine signifikante positive Korrelation von r = 0,7. Der aus allen Proben (n = 909) adulter Warmblutpferde berechnete Bereich zwischen 2,5%- und 97,5%-Perzentil betrug für die Se-Konzentrationen 34–167 µg/l und für die GPx-Aktivität 34–175 U/ml Hkt. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Aufgrund der hohen prozentualen Anteils gesunder Pferde, deren Se-Werte nicht im Referenzbereich lagen, scheint der bisher geltende Referenzbereich von 100–200 µg/l zu hoch angesetzt zu sein. Anhand der erhobenen Werte wird für die Se-Konzentration im Serum ein Referenzbereich von 70–170 µg/l vorgeschlagen. Als ergänzender Parameter lässt sich die GPx-Aktivität im Vollblut nutzen, für die ein Referenzbereich von 50–175 U/ml Hkt empfohlen wird.... F. Wolff (1), A.-E. Müller (2), A. Moschos (2), G. Köller (3), A. Bauer (4), I. Vervuert (1) 28114 2017-11-15 14:51:35 Schmerzhafte Eingriffe beim Schaf – Schwanzkupieren http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27945 Schmerzhafte Eingriffe bei Schafen werden weltweit durchgeführt und unterliegen in den einzelnen Ländern unterschiedlichen Reglementierungen. In Deutschland sind schmerzhafte Eingriffe am Tier im Tierschutzgesetz geregelt. Trotzdem wird die Frage der Indikation und Methodik des Schwanzkupierens bei Schaflämmern unter verschiedenen Haltungsbedingungen kontrovers diskutiert und bewertet, wobei häufig Unterschiede zwischen theoretischen Forderungen und Erfahrungen in der Praxis auftreten. Daher müssen Indikation und Methodik dieses schmerzhaften Prozesses neu überdacht und gegebenenfalls gesetzlich neu reglementiert werden. Als kurz- und mittelfristige Perspektive sollten Veränderungen in der Methodik, auch mit Einsatz von Schmerzmitteln, in Betracht gezogen werden. Hierfür ist allerdings die Zulassung von Schmerzmitteln für die genannte Spezies erforderlich, nicht zuletzt um die praktizierenden Tierärzte von der Umwidmungspflicht und damit Haftung für mögliche Nebenwirkungen zu befreien. Als langfristige Perspektive sind züchterische Maßnahmen unumgänglich. Zur Etablierung einer Lösung, die Tieren, Tierhaltern und Tierärzten gerecht wird, werden in diesem Beitrag die relevanten Literaturquellen präsentiert und mögliche Lösungsansätze formuliert.... R. Hannemann (1), B. Bauer (2), M. Ganter (3), H. Strobel (4) 27945 2017-09-20 17:14:52 Renal neoplasia in horses – a retrospective study http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27940 Objective: Being confronted with a case series of renal neoplasia in several horses which was in striking divergence to literature data, we recognized the need of a retrospective study to assess the presence of renal neoplasms in horses. Material and methods: Anamnestic animal data, necropsy findings and results of histological and immunohistochemical examinations from 2010 through 2015 were collected and evaluated regarding renal neoplasia. Results: Data from postmortem examinations of 1069 horses revealed 20 horses with renal tumors constituting a prevalence of 1.87 %. Primary renal neoplasms built the majority of cases (n = 15; 75 % of total renal neoplasms) and comprised nine renal carcinomas, four renal adenomas, one renal neuroendocrine tumor and a single nephroblastoma. Among the five secondary renal neoplasms lymphosarcoma was most common (3/5). Remaining metastatic tumors comprised one melanoma and one hemangiosarcoma. No breed or sex predilections were noticeable. Except for the case of nephroblastoma in a stillborn foal, all horses presenting with renal tumors were more than 10 years of age, often older than 20 years. Anamnestic data and clinical symptoms were inconclusive and not assigned to renal disease in most cases. Merely one horse with renal carcinoma presented with renal insufficiency and two horses showed signs of shock due to severe bleeding after tumor capsule rupture in renal carcinoma. Conclusion and clinical relevance: Renal tumors occur more often than anticipated, especially in older horses. Contradictorily to the literature, primary renal tumors significantly outnumbered secondary neoplasms in this study.... J. Vienenkötter (1), K. Siudak (1), L. Stallenberger (2), C. Herden (1) 27940 2017-09-20 16:33:18 Vorkommen der interstitiellen Nephritis bei Schweinen http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27879 Gegenstand und Ziel: Die interstitielle Nephritis als eine Form renaler Erkrankungen tritt bei Schweinen häufig auf. Die nur wenigen Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet machen eine weitere Erforschung von Prävalenz und Ätiologie dieser Erkrankung notwendig. Material und Methoden: Insgesamt 169 Nieren konventionell und ökologisch gehaltenener Schweine wurden am Schlachthof zufällig ausgewählt und bezüglich des Entzündungsgrades und des Auftretens von Entzündungszellen untersucht. Des Weiteren wurden die Proben mittels Immunhistologie und In-situ-Hybridisierung auf porzines Circovirus Typ 2 (PCV2) als infektiöses Agens untersucht. Ergebnisse: Alle untersuchten Nieren wiesen eine geringgradige Form der interstitiellen Nephritis auf und als Entzündungszellen fanden sich Lymphozyten, Makrophagen, Plasmazellen, eosinophile und neutrophile Granulozyten in unterschiedlichen Häufigkeiten. Hinsichtlich Entzündungsgrad und Auftreten von Entzündungszellen ergaben sich in Nieren von Schweinen der beiden Haltungsformen signifikante (p ≤ 0,0001) Unterschiede. Ökologisch gehaltene Schweine zeigten im Vergleich zu konventionell gehaltenen Tieren signifikant (p ≤ 0,0001) häufiger eine geringgradige Form der Nephritis sowie ein signifikant (p ≤ 0,0001) häufigeres Vorkommen von Lymphozyten und Makrophagen. Bei Schweinen aus konventioneller Haltung bestand im Vergleich signifikant (p ≤ 0,0001) häufiger eine geringgradige bis mittelgradige Nephritis und es lagen signifikant (p ≤ 0,0001) häufiger Lymphozyten, Plasmazellen, Makrophagen sowie neutrophile Granulozyten vor. Nur in der Niere eines Tieres ließ sich DNS von PCV2 nachweisen. Schlussfolgerung: Die interstitielle Nephritis trat bei ökologisch und konventionellen Schweinen auf. PCV2 konnte als bedeutendes Pathogen für die interstitielle Nephritis bei Schlachtschweinen ausgeschlossen werden. Klinische Relevanz: Aufgrund der hohen Prävalenz der interstitiellen Nephritis und der unbekannten Ursache sind weitere Untersuchungen sinnvoll, um klinische Relevanz und Pathogenese weiter einzugrenzen.... I. Spiekermeier (1), M. Freitag (2), W. Baumgärtner (3) 27879 2017-09-05 12:25:44 Einflussfaktoren auf die Kalziumkonzentration im Erstkolostrum bei Holstein-Friesian-Kühen und... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27878 Ziel: Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Kalziumkonzentration im Erstkolostrum mit Prüfung folgender Hypothesen: Die Laktationszahl ist der entscheidende Einflussfaktor auf die Kalziumkonzentration und es besteht ein Zusammenhang zur postpartalen Blutkalziumkonzentration. Material und Methoden: Von April 2012 bis März 2013 erfolgte eine Beobachtungsstudie auf einem kommerziellen Milchviehbetrieb (2278 Holstein-Friesian-Kühe) mit Analyse folgender Variablen: Menge und Kalziumkonzentration des Kolostrums; Blutserumkonzentrationen von Kalzium, Phosphor, freien Fettsäuren (NEFA) und β-Hydroxybutyrat (BHB); Rückenfettdicke; Milchleistung; Daten zur Kalbung; Laktationszahl; Kuhvater; Trächtigkeitsdauer; Erstkalbealter; Trockenstehdauer; Fruchtbarkeitskennzahlen der Vorlaktation sowie Erkrankungen in der Trockenstehphase und bis 3 Tage post partum. Die Daten wurden mithilfe der Varianzanalyse, Korrelationsanalyse sowie der multiplen linearen Regressionsanalyse auf Zusammenhänge und Einflussfaktoren stufenweise ausgewertet. Ergebnisse: Die mittlere Kalziumkonzentration betrug 2386 mg/l (Standardabweichung = 550 mg/l), wobei der Wert bei Färsen 148,5 mg/l höher lag als bei Kühen. Als relevante Einflussfaktoren ergaben sich die mittlere Tagesmilchmenge der ersten Laktationswoche und die Rückenfettdicke zum Zeitpunkt des Trockenstellens. Der Zusammenhang zur Milchmenge war negativ, was für einen Verdünnungseffekt spricht. Eine Zunahme der Rückenfettdicke bewirkte eine Erhöhung der Kalziumkonzentration im Kolostrum. Zusammen erklärten beide Faktoren 25% der Variabilität der Kolostrumkalziumkonzentration. Laktationszahl und Kalziumkonzentration im Blut waren keine signifikanten Einflussfaktoren. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Hypothesen wurden widerlegt. Es gibt keinen Zusammenhang zur peripartalen Serumkalziumkonzentration und die Laktationszahl ist kein relevanter Einflussfaktor. Die Kalziumkonzentration im Kolostrum hat eine große individuelle Spannweite. Eine Beeinflussung über die Milchmengeneinsatzleistung und die Rückenfettdicke ist möglich, aber im Hinblick auf die Gebärpareseprophylaxe ohne Relevanz.... M. Karl (1), R. Staufenbiel (1) 27878 2017-09-05 12:23:24 Management der Trockensteh- und Transitphase von Milchkühen in Boxenlaufställen in Niedersachsen http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27877 Gegenstand und Ziel: Aufzeigen der Haltung und des Managements von Milchkühen in der Trockensteh- und Transitphase in Betrieben unterschiedlicher Größe in Niedersachsen. Material und Methode: In 51 Milchkuhbetrieben erfolgte mittels Fragebogen eine Erhebung zu Tierhaltung und Management in den Kategorien allgemeine Betriebsdaten/Tierbestand, Stallform und Haltung der melkenden Kühe, der trockenstehenden Kühe und Transitkühe sowie der Nachzucht, Weidehaltung, Fütterung, Tiergesundheit und Prophylaxe. Bei einer Begehung wurden weitere Daten zum Tierkomfort erhoben. Ergebnisse: Die Tiere, hauptsächlich Deutsche-Holstein-Rinder, wurden überwiegend in dreireihigen Liegeboxenlaufställen (74%) mit Tiefboxen (47%) und ohne Aufteilung der melkenden Kühe in Leistungsgruppen (59%) gehalten. Die Trockensteher waren am häufigsten in zwei Gruppen unterteilt (68%) und wurden überwiegend in Liegeboxenlaufställen gehalten (68%). Diese Stallform dominierte auch bei der weiblichen Nachzucht (67%), die in den meisten Betrieben nach Reproduktionsstand in Gruppen aufgeteilt war (74%). Keinerlei Weidehaltung fand in 29% der Betriebe statt. In 80% der Betriebe erhielten die Tiere eine aufgewertete Mischration mit Kraftfutterergänzung durch Transponder und 68% der Betriebe praktizierten eine zweiphasige Fütterung der Trockensteher. Als häufigste Gesundheitsprobleme wurden Gliedmaßen- und Klauenprobleme mit 61% genannt. In 21% der Betriebe erfolgte eine Ketoseprophylaxe, in 12% eine Milchfieberprophylaxe, jeweils für jedes Tier rund um die Kalbung. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Haltung und Management in den Betrieben differieren stark und bedürfen zum Teil einer Optimierung in den Stallkonzepten, den Einteilungen nach Leistungsgruppen und deren Fütterung sowie in der tierärztlichen Beratung bei Gesundheitsproblemen und Prophylaxemaßnahmen.... P. Oetting-Neumann (1), M. Hoedemaker (1) 27877 2017-09-05 12:19:39 Fragen zum Artikel: G. Knubben-Schweizer; K. Pfister: „Anthelminthikaresistenz bei Wiederkäuern:... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27821 27821 2017-08-11 15:29:26 Anthelminthikaresistenz bei Wiederkäuern: Entwicklung, Diagnostik und Maßnahmen http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27788 Anthelminthikaresistenzen von Magen-Darm-Würmern bei kleinen Wiederkäuern, aber auch bei Rindern und Pferden sind inzwischen weit verbreitet. Verantwortlich für die zunehmenden Anthelminthikaresistenzen ist unter anderem ein breiter Einsatz aller auf dem Markt verfügbaren Wirkstoffe. Ein breiter Einsatz führt zu einer Selektion natürlich vorkommender Resistenzgene innerhalb Parasitenpopulationen. Die aktuell praxistauglichste Methode zur Beurteilung der Wirksamkeit eines Anthelminthikums ist der Eizahlreduktionstest. Zur Verlangsamung der Resistenzentwicklung müssen die verfügbaren Wirkstoffe reduziert und selektiv eingesetzt werden. Ein Teil der Herde bleibt bei der selektiven Entwurmung unbehandelt. Es gilt also, die Tiere zu erkennen, die eine Behandlung aus gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Gründen benötigen. Die Befunde können an Einzeltieren oder an ausgewählten Tiergruppen erhoben werden. Um zu entscheiden, welche Gruppen von Tieren einer Herde behandelt werden müssen (Targeted Treatment), eignen sich beispielsweise die Untersuchung von Sammelkotproben (Rind und kleine Wiederkäuer), die Messung der Pepsinogenkonzentration im Serum (Rind) oder die Bestimmung von Antikörpern gegen Ostertagia-ostertagi-Antigene in der Tankmilch (Rind). Für die Einzeltierbehandlung (Targeted Selective Treatment) können Kriterien wie Eiausscheidung (Rind und kleine Wiederkäuer), Farbe der Konjunktiven als Hinweis für den Befall mit Haemonchus contortus (FAMACHA®, kleine Wiederkäuer), Nährzustand adulter Tiere (kleine Wiederkäuer), Gewichtszunahme bei Jungtieren (Rind und kleine Wiederkäuer) und Kotkonsistenz (kleine Wiederkäuer) herangezogen werden. Diese Entscheidungskriterien lassen sich auch kombinieren, was die Aussagekraft steigert. Des Weiteren sollte zu Beginn der Weidesaison regelmäßig eine Wirksamkeitsprüfung der eingesetzten Wirkstoffe erfolgen und während der Weidesaison durch Weidemanagement versucht werden, den Parasitendruck gering zu halten. Ziel des selektiven, nachhaltigen Anthelminthikaeinsatzes ist die reduzierte Anwendung von Wirkstoffen bei erhaltener Produktivität und Gesundheit der Tiere und somit eine längere Wirksamkeit der verfügbaren Präparate.... G. Knubben-Schweizer (1), K. Pfister (2, 3) 27788 2017-08-02 10:12:25 Emissionen aus der Milchrinderhaltung und ihre Beeinflussung durch das Herdenmanagement http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27757 Ziel dieser Arbeit ist, das spezifische Potenzial zur Minderung gasförmiger Emissionen in der Milchkuhhaltung durch ein sachdienliches Herdenmanagement und damit auch der vielfältigen (Wirkungs-)Tätigkeit der in den Betrieben praktizierenden Tierärzte aufzuzeigen. Ihnen kommt zukünftig im tierbezogenen Umwelt- und Klimaschutz sicherlich eine beratende Funktion zu. Mit Methoden, die an die der nationalen landwirtschaftlichen Emisionsberichterstattung angelehnt sind, werden die Einflüsse von verbesserter Tiergesundheit, längerer Nutzungsdauer sowie von Weidegang einer gesamten Milchkuhherde (Milchkühe, Kälber, Färsen und Bullen) einschließlich derjenigen Emissionen untersucht, die entlang der gesamten Produktionskette (Bereitstellung von Primärenergie, Pflanzenproduktion und -verarbeitung) entstehen. Ammoniakemissionen stehen dabei im Vordergrund. Die hierbei erzielbaren Minderungen sind nicht groß, aber merklich. Sie sind nicht mit zusätzlichen Kosten belastet. Verbesserung des Tierwohls und der Umweltverträglichkeit gehen in die gleiche Richtung. Die Minderung der Emissionen von Treibhausgasen und luftverschmutzenden (eutrophierenden und versauernden) Gasen und Partikeln ist erklärtes politisches Ziel. Wenn Deutschland hier seine selbst gesetzten Obergrenzen erreichen will, ist auch die Landwirtschaft gefordert, ihren Beitrag zu leisten. Planen wird dem Handeln vorausgehen müssen, wenn man das Gesetz des Handelns nicht anderen überlassen will.... U. Dämmgen (1), W. Brade (2), H.D. Haenel (1), C. Rösemann (1), J. Dämmgen (3), U. Meyer (4) 27757 2017-07-26 16:28:08 Aryepiglottic fold augmentation as treatment for late-onset dysphagia following surgical treatment... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27756 Objective: Coughing and dysphagia have been described following prosthetic laryngoplasty (LP) with or without ventriculectomy/ventriculocordectomy (VE/VCE) for the treatment of recurrent laryngeal neuropathy. All previous case descriptions include patients with acute onset of clinical signs after surgery that persisted. The authors observed a late-onset of dysphagia and coughing months to years after LP ± VE/VCE. The condition was always associated with an abnormality of the aryepiglottic fold (AEF). Treatment options for those patients are limited. We suggest augmentation of the AEF as treatment for affected horses. The goal of the study was two-fold: Firstly, to describe a new condition of late-onset dysphagia in horses following LP ± VE/VCE associated with an abnormal appearance of the AEF, and secondly, to offer a minimally invasive and successful treatment for those patients. Material and methods: Six horses were presented because of dysphagia and coughing with an onset of months to years after LP ± VE/VCE. Endoscopically, the AEF always appeared thinner and more flaccid to a varying degree. The food path was traceable along the AEF into the trachea using dyed molasses. An initial injection of hyaluronic acid (HA) into the AEF led to immediate improvement of the dysphagia. The procedure was performed in the standing sedated horse. The needle was placed through the cricothyroid ligament and the injection performed under endoscopic guidance. Results: All horses tolerated the injection well. Injection of HA was successful only in the short term in all cases and repeated injections were needed for permanent resolution using either cross-linked HA, polyacrylamide hydrogel or platelet rich plasma. Conclusion and clinical relevance: Horses may develop dysphagia and coughing months to years after LP ± VE/VCE as a late-onset complication. The condition seems to be associated with an abnormal appearance and function of the AEF. Successful treatment is possible by augmenting the AEF. However, careful patient selection is mandatory.... A. Vidovic (1), U. Delling (2) 27756 2017-07-26 16:16:29 Fragen zu "Lokalanästhesien beim Wiederkäuer" http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27665 27665 2017-06-20 14:16:34 A rare case of monozygotic iniodymic diprosopiasis in a German Holstein calf http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27589 Craniofacial duplication abnormity is a rare phenomenon in buiatric practice. This report attends to a male German Holstein calf which could be classified as a diprosopic iniodymus. A fetus exhibiting a doubled face was delivered after fetotomy. To our knowledge, this is the first description of diprosopiasis with two cranial cavities as well as two separate encephala in a calf showing the potential extent of duplication. Throughout this work also the question is answered of whether this malformation in a bovine species arose from one embryo or rather, there is a dizygotic background by genotyping of tissue samples from both parts of the diprosopus. Regarding etiology, not only hereditary dispositions including among others a failed function of the signaling molecule Sonic hedgehog mediating regulation of craniofacial morphogenesis, but also incompletely separated monozygotic twins are discussed. J. Weber (1), H. Behn (2), M. Freick (1) 27589 2017-06-06 10:18:40 Neue Arzneimittel für Pferde und landwirtschaftliche Nutztiere 2016 http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27546 Im Jahr 2016 kam für Pferde und landwirtschaftliche Nutztiere nur ein neuer Wirkstoff auf den deutschen Tierarzneimittelmarkt. Der Immunmodulator Pegbovigrastim steht jetzt als Injektionslösung für Rinder zur Verfügung (Imrestor®). Vier Wirkstoffe erhielten eine Tierartenerweiterung. So wurde das Ektoparasitikum Amitraz (Apitraz®) aus der Gruppe der Triazapentadiene auch für Honigbienen, das Expektorans Bromhexin (Exflow® Vet) auch für Hühner, Puten und Enten und das Makrolidantibiotikum Gamithromycin (Zactran®) auch für Schweine zugelassen. Des Weiteren erhielt der Dopamin-D2-Rezeptoragonist Cabergolin (Velactis®) eine Zulassung für Milchrinder, für die allerdings wenige Monate nach Markteinführung wegen schwerwiegender Nebenwirkungen das Ruhen der Zulassung angeordnet wurde. Außerdem kamen ein Präparat mit einer neuen Wirkstoffkombination und ein Wirkstoff in Monozubereitung für Pferde und landwirtschaftliche Nutztiere auf den Markt. I. U. Emmerich 27546 2017-05-17 13:09:20 Lokalanästhesien beim Wiederkäuer http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27541 Lokalanästhetika ermöglichen es, chirurgische Eingriffe am Wiederkäuerpatienten in der Praxis schmerzfrei, effizient und kostengünstig vorzunehmen. Eine Kombination aus Sedation, Fixation und Lokalanästhesie kann bei vielen Indikationen (z. B. Kastration, Klauenamputation) die Allgemeinanästhesie ersetzen. Für eine Vielzahl von Eingriffen stehen einfache Techniken (z. B. lokale Infiltration, Anästhesie des Ramus cornualis), aber auch komplexere Techniken (z. B. Lokalanästhesie am Auge, an den Gliedmaßen oder für Nabeloperationen) zur Verfügung. Die Arbeit gibt eine bebilderte Übersicht zu Lokalanästhesietechniken vor allem beim Rind, aber auch beim kleinen Wiederkäuer, die als Anleitung für die Anwendung in der Praxis dienen kann. Viele dieser Techniken lassen sich prinzipiell auch auf andere Wiederkäuer oder Paarhufer übertragen. K. Nuss (1), A. Schwarz (2), S. Ringer (2) 27541 2017-05-16 13:27:53 Untersuchungen zur Zinkkonzentration in unterschiedlichen Probenmedien von Milchkühen und... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27509 Gegenstand und Ziel: Zink spielt bei vielen Körperfunktionen eine Schlüsselrolle und ist für die Gesundheit und Fruchtbarkeit von enormer Bedeutung. Die Beurteilung der Zinkversorgung kann durch Analyse von Blut-, Harn- oder Haarproben erfolgen. Ziel der Studie war, Referenzwerte für die unterschiedlichen Probenmedien und Laktationszeitpunkte für die Herdenuntersuchung deutscher Milchviehherden zu bestimmen. Material und Methoden: Daten von 1515 Herden, die im Rahmen der Bestandsbetreuung der Klauentierklinik der Freien Universität Berlin zwischen 1995 und 2012 beprobt wurden, gingen in die Analyse ein. Die Zinkkonzentration wurden in Serum, Plasma, Vollblut, Haar und Harn der Poolproben von 7–10 Tieren pro Gruppe bestimmt. In Herden mit mehr als 200 Tieren wurden Kühe aus fünf Gruppen beprobt (8–3 Wochen ante partum [a. p.], 3–0 Wochen a. p., 0–1 Wochen post partum [p. p.], 3–5 Wochen p. p. und 15–18 Wochen p. p.). In Herden mit weniger als 200 Tieren beschränkte sich die Beprobung auf vier Gruppen (8–3 Wochen a. p., 3–0 Wochen a. p., 0–5 Wochen p. p. und 6–20 Wochen p. p.). Ergebnisse: Die Korrelationen zwischen den Zinkkonzentrationen in den Probenmedien variierten zwischen r = 0,001 (Vollblut und Harn) und r = 0,75 (Serum und Plasma). Die Zinkkonzentrationen in Serum und Plasma änderten sich schnell und folgten einer Laktationsdynamik mit den niedrigsten Werten um die Kalbung. In Vollblut und Haar änderten sich die Zinkkonzentrationen langsam und folgten der Laktationsdynamik zeitverzögert mit niedrigsten Werten einige Wochen nach der Kalbung. Referenzwerte für Poolproben für die unterschiedlichen Probenmedien und Laktationsstadien werden vorgeschlagen. Schlussfolgerungen und klinische Relevanz: Für die Diagnostik in unterschiedlichen Probenmedien und zu verschiedenen Laktationszeitpunkten müssen verschiedene Referenzwerte angewendet werden. Um mittels wiederholter Untersuchungen Veränderungen der Zinkversorgung beurteilen zu können, sollten dasselbe Probenmedium und derselbe Laktationszeitpunkt herangezogen werden.... L. Pieper (1, 2), F. Schmidt (2), A.-E. Müller (3), R. Staufenbiel (2) 27509 2017-05-08 13:38:22 Vaccination of broilers against Newcastle disease in the presence of maternally derived antibodies http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27508 Objective: The aim of this study was to evaluate the efficacy of a live attenuated vaccine against Newcastle disease in broilers with different levels of maternally derived antibodies (MDA). While vaccination remains the single most important means for controlling Newcastle disease, presence of MDA may interfere with the vaccination of young birds and decrease the efficacy of the vaccine. Materials and methods: Day-old chicks with variable levels of MDA (negative, low and high) were vaccinated with a live attenuated vaccine against Newcastle disease. Three most commonly used inoculation routes were compared; oculonasal, spray and oral (drinking water). Onset and duration of immunity were measured by serology and challenge with virulent virus. Results: Immune response in vaccinated MDA-positive birds was delayed in comparison with SPF controls. Protection was well established already at 14 days post vaccination in SPF birds while in MDA-positive birds it was 1–2 weeks delayed and was lower throughout the study. Non-vaccinated MDA-positive birds lost passive protection completely at 3–4 weeks of age and were significantly more susceptible to challenge than vaccinated hatch mates at all test points. The protection rate increased in vaccinated birds towards the end of the experiment and reached 70–100 % at the last test points (35–42 days of age). Correlation of haemagglutination inhibition (HI) titre vs. protection rate revealed the importance of cellular and local immunity as most of the vaccinated birds with low HI titre were protected, contrary to their unvaccinated hatch mates with the same HI titre. Oculonasal route seems to provide slightly better protection than the other two routes. Conclusions and clinical relevance: Although immune protection in vaccinated MDA-positive birds may be decreased or delayed, vaccination still provides high protection against ND challenge in comparison with the unvaccinated hatch mates. The degree of interference seems to be proportional to the level of MDA. Vaccination schedules therefore need to be designed according to the immune status of the flock.... A. Vrdoljak (1), M. Halas (2), T. Süli (2) 27508 2017-05-08 13:37:08 Labmagenverlagerung beim Rind – kurzer Überblick zu neueren Erkenntnissen http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27490 Eine Vielzahl an In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen versuchte, das Thema Labmagenverlagerung beim Rind in vielerlei Hinsicht zu beleuchten und zu hinterfragen. Eine vollständige Aufklärung der Pathogenese wurde bislang allerdings nicht erreicht. Es gelang jedoch die Entwicklung eines Gentests, durch den sich beim Einzeltier eine genetische Prädisposition für die Labmagenverlagerung nachweisen lässt. Eine züchterische Beeinflussung der Krankheitsinzidenz, zumindest bei Tieren der Rasse Deutsche Holsteins, scheint dadurch möglich, wenngleich die Kosten für den Gentest derzeit noch erheblich sind. Wie Studien zeigten bietet die Untersuchung bestimmter labordiagnostischer Parameter in Kombination mit klinischen Befunden die Möglichkeit, die (postoperative) Prognose für das betroffene Einzeltier objektiver einzuschätzen. M. Sickinger (1) 27490 2017-05-03 13:34:53 Fragen zum Artikel: A. Hund, T. Wittek: „Labmagengeschwüre beim Rind“ http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27450 27450 2017-04-19 13:32:59 Kongenitale Struma beim neonatalen Fohlen http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27382 Beschrieben werden zwei Fälle einer angeborenen Struma beim Fohlen sowie deren sonographische Darstellung. Ein Fohlen wies neben einer vergrößerten Schilddrüse skelettale Missbildungen in Form einer Brachygnathia superior und einer Beugefehlstellung der Vordergliedmaßen sowie Anzeichen einer Dysmaturität auf. Aufgrund der schlechten Prognose wurde das Tier euthanasiert. Das zweite Fohlen war prämatur und zeigte eine respiratorische Symptomatik. Unter symptomatischer Therapie bildete sich die Struma innerhalb einiger Wochen zurück. J. Nieth (1), K. Köhler (2), A. Wehrend (1) 27382 2017-04-03 13:14:17 Frakturen von Gliedmaßenknochen bei 32 kleinen Wiederkäuern – Methoden und Ergebnisse der Behandlung http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27381 Gegenstand: Retrospektive Auswertung der Daten 32 kleiner Wiederkäuer, die zwischen 2001 und 2014 wegen Gliedmaßenfrakturen behandelt wurden. Material und Methode: Die Daten wurden bezüglich Spezies, Rasse und Alter der Tiere, Alter, Lokalisation und Typ der Fraktur sowie Art (konservativ: mittels PVC-Halbrohren oder Cast; chirurgisch: diverse Osteosynthesetechniken oder Amputation der Gliedmaße) und Erfolgsquote der Behandlung analysiert. Ergebnisse: Die 16 Ziegen und 16 Schafe (18 männlich, 14 weiblich) hatten ein mittleres Alter von 1,5 Jahren und ein mittleres Körpergewicht von 37,8 kg. Die Fraktur war bei 23 Tieren (71,8 %) 1–6 Tage alt, bei fünf Tieren (15,6 %) 12–60 Tage und in vier Fällen (12,5 %) fehlte eine Angabe. Von den 35 Frakturen (Mehrfachfrakturen bei drei Tieren) befanden sich 20 (57,1 %) an der Hinter- und 15 (42,9 %) an der Vorderextremität. Am häufigsten war das Os femoris (28,6 %) frakturiert, gefolgt von Radius und Ulna (22,8 %), Metatarsal- (20,0 %) und Metakarpalknochen (14,3 %). Bei 17 Tieren (63,0 %) erfolgte eine konservative und bei 10 Tieren sowie einem zunächst erfolglos konservativ behandelten Schaf (n = 11, 40,7 %) eine chirurgische Therapie. Fünf Patienten wurden aufgrund weiterer Erkrankungen und schlechter Prognose nicht behandelt. Eine Abheilung ließ sich bei 94,1 % der konservativ behandelten und 81,9 % der chirurgisch therapierten Frakturen erzielen. Bei sechs Tieren (22,2 %) traten bei bzw. nach der Behandlung Komplikationen auf. In vier Fällen kam es zur Abheilung, zwei Tiere wurden letztlich euthanasiert. Einflüsse von Alter bzw. Körpergewicht der Tiere und Alter der Fraktur auf den Therapieerfolg waren nicht nachweisbar. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Erfolgsquote von 92,6 % (n = 25) bei konservativer und chirurgischer Versorgung führt zur klaren Empfehlung, vor allem konservative Frakturbehandlungen bei Schafen und Ziegen auch in der Praxis vorzunehmen. Hierfür eignen sich insbesondere Frakturen von Röhrbeinen und Phalangen, die sich oft bereits durch sorgfältige und behutsame Palpation gut diagnostizieren lassen. Dagegen stellt bei Frakturen proximaler Knochen die chirurgische Behandlung die erste Wahl dar.... J. Kofler (1), D. Hochschwarzer (1), K. Schieder (2), A. Osová (3, 1), B. Vidoni (4) 27381 2017-04-03 13:13:09 Labmagengeschwüre beim Rind http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27370 Labmagengeschwüre beim Rind sind in mehrerlei Hinsicht problematisch. Sie verursachen durch Schmerzen Leistungseinbußen und können gravierende Folgen bis hin zum Tod des Tieres haben. Meist lassen sie sich nur schwer diagnostizieren, weshalb die Angaben zur Prävalenz stark schwanken. Zudem gibt es nur limitierte Behandlungsmöglichkeiten. Die Ulzera werden in vier Typen eingeteilt: Labmagengeschwüre von Typ 1 sind oberflächliche, nicht perforierende Läsionen, bei Typ-2-Läsionen kommt es durch die Arrosion eines größeren Blutgefäßes in der Labmagenwand zu starkem Blutverlust und bei Typ 3 sowie 4 handelt es sich um perforierende Ulzera mit lokaler bzw. diffuser Peritonitis. Labmagengeschwüre haben eine multifaktorielle Genese. Sie entstehen unter anderem durch falsche Fütterung und damit einhergehende Verdauungsstörungen, als Nebenwirkung von Medikamenten wie nichtsteroidale Antiphlogistika und als Folge anderer Erkrankungen. Prinzipiell liegt pathophysiologisch eine stressbedingte Störung der protektiven Mechanismen im Labmagen vor. Die klinischen Symptome sind mannigfaltig und meist unspezifisch. Die Untersuchung auf okkultes Blut im Kot, Blutbild und blutchemische Parameter, eine Ultraschalluntersuchung oder Abdominozentese können Hinweise auf die Diagnose liefern. Die therapeutischen Optionen umfassen eine symptomatische, chirurgische und medikamentöse Behandlung. Zu den Präventionsmaßnahmen gehören eine adäquate Fütterung und Haltung der Tiere sowie die möglichst frühzeitige Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, die die Bildung von Labmagengeschwüren zur Folge haben könnten. Belastungssituationen wie Transport und Gruppenwechsel sollten vermieden werden.... A. Hund (1), T. Wittek (1) 27370 2017-03-29 10:20:04 Vorkommen von Genotypen des porzinen Circovirus Typ 2 (PCV2) in Schweinebeständen mit... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27340 Ziel: Seit den Jahren 2004/2005 zeigt sich beim porzinen Circovirus (PCV2) weltweit eine Veränderung der Nachweisrate vom Genotyp PCV2a zu PCV2b. Da alle kommerziell verfügbaren Impfstoffe auf dem Genotyp PCV2a basieren, hatte die Studie das Ziel, das Vorkommen von PCV2a und PCV2b in Beständen mit unterschiedlichen Impfstrategien gegen PCV2 zu evaluieren. Methoden: In die Studie gingen 405 Ferkel aus neun Beständen (jeweils drei Bestände mit Mutterschutzimpfung [SI], Ferkelimpfung [FI] bzw. ohne Impfung gegen PCV2 [NI]) ein. Der PCV2-Status der Tiere wurde vom 3. Lebenstag bis zur Schlachtung verfolgt. Das Serum wurde mittels PCR quantitativ auf PCV2-DNA untersucht, positive Proben anschließend in einer genotypdifferenzierenden Duplex-PCR analysiert und die PCV2-Isolate nach Sequenzierung des Gesamtgenoms phylogenetisch zugeordnet. Die Daten von 383 Tieren konnten ausgewertet werden. Ergebnisse: Der Nachweis von PCV2 gelang in acht Beständen (1x PCV2a; 6x PCV2b; 1x PCV2a und PCV2b). PCV2b ließ sich in FI-, SI-, und NI-Beständen, PCV2a nur in SI- und NI-Beständen nachweisen. 55,4% aller Ferkel erwiesen sich mindestens einmal im Untersuchungszeitraum PCV2-positiv (FI: 7,8%, SI: 65,4%, NI: 93,7%). Davon waren 4,7% PCV2a-, 92,2% PCV2b- und 2,4% für PCV2a sowie PCV2b positiv. Der mittlere PCV2-DNA-Gehalt lag bei PCV2b-positiven Tieren signifikant höher als bei PCV2a-positiven Tieren. Die Isolate konnten als PCV2b-1A (5/9 Beständen), PCV2b-1B (1/9 Beständen) und PCV2a-2D (2/9 Beständen) identifiziert werden. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die seit 2004/2005 beobachtete höhere Nachweisrate von PCV2b im Vergleich zu PCV2a wurde bestätigt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Einsatz auf PCV2a basierender Vakzinen bei Ferkeln zu einer weiteren Verschiebung der Nachweisrate zugunsten von PCV2b führt. Um die klinische Relevanz dieser Beobachtung abschätzen zu können, sollten umfangreichere vergleichende Untersuchungen erfolgen, die die Effektivität von PCV2a-Impfstoffen in PCV2a- und PCV2b-positiven Beständen berücksichtigen.... M. Eddicks (1), F. Szikora (1), N. Walhöfer (1), C. Sauter Louis (2), S. Reese (3), E. Banholzer (4), G. Reiner (5), G. Sutter (6), M. Ritzmann (1), R. Fux (6) 27340 2017-03-22 10:36:52 Erfahrungen von Tierhaltern in niedersächsischen Milchkuhbetrieben mit der Impfung gegen Q-Fieber http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27324 Gegenstand und Ziel: Als meldepflichtige und zoonotisch bedeutsame Erkrankung rückt das Q-Fieber vermehrt in den Fokus der Tierseuchenbekämpfung. Aktuelle Studien belegen, dass die Erkrankung in Deutschland stärker verbreitet ist, als die Meldezahlen vermuten lassen. Deshalb gewährt die Niedersächsische Tierseuchenkasse seit 2013 zur Unterstützung betroffener Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen eine Härtebeihilfe zu den Impfstoffkosten der Q-Fieber-Grundimmunisierung. Material und Methoden: Um die Wirksamkeit der Maßnahme zu überprüfen, erfolgte eine Befragung der Tierhalter, die diese Beihilfe innerhalb der letzten 2 Jahre in Anspruch genommen hatten und in deren Beständen vor der Impfung sowohl klinische Anzeichen für Q-Fieber aufgetreten waren als auch der Erreger Coxiella burnetii nachgewiesen worden war. Die Tierhalter wurden anhand eines zuvor erstellten Fragebogens telefonisch befragt. Dabei wurde auf die beobachteten Effekte der Impfung und die generelle Einschätzung der Vakzination eingegangen. Ergebnisse: Die auf das Q-Fieber hindeutenden klinischen Erscheinungen variierten mitunter stark und reichten von Aborten und Fruchtbarkeitsstörungen über gehäuft auftretende Entzündungen (Pneumonie, Mastitis, Metritis) bis hin zu unspezifischen Symptomen wie erhöhter Krankheitsanfälligkeit, Schwäche und Fieberschüben. Der weitaus überwiegende Teil der befragten Tierhalter (84 %) beobachtete nach der Impfung eine deutliche Besserung der Gesundheit im Bestand und mehr als zwei Drittel der Befragten wollen die Impfung auch ohne finanzielle Unterstützung der Niedersächsischen Tierseuchenkasse weiterführen. Abgesehen von allgemeinen Impfreaktionen, wie vorübergehend leicht erhöhte Körpertemperatur, physische Schwäche oder Schwankungen in der Milchleistung, traten Nebenwirkungen selten auf. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die klinischen Anzeichen für Q-Fieber in den Beständen waren divers und oft unspezifisch. Die Problematik in den Betrieben wurde nach Einschätzung der Tierhalter durch die Q-Fieber-Impfung in den meisten Fällen deutlich reduziert. Die Impfung scheint ein wirkungsvolles Instrument bei der Bekämpfung dieser Zoonose zu sein.... S. Lehner, K. Lohan, H.-J. Dieckhoff, U. Gerdes 27324 2017-03-14 10:23:02