Tierärztliche Praxis Großtiere Tierärztliche Praxis Großtiere tpg de-de http://www.schattauer.de/rss.html Mon, 20 Feb 17 14:08:49 +0100 http://www.schattauer.de/fileadmin/assets/zeitschriften/tieraerztliche_praxis_g/tpg-rss.jpg Ahead of print: Ocular involvement of multicentric malignant B-cell lymphoma in a ewe http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27189 An 8.5-year-old, 98 kg female mountain sheep presented with bilateral exophthalmos with reduced retropulsion of the globes, impairing physiologic eyelid closure, sanguineous ocular discharge, as well as swelling of the eyelids and periocular skin. Bilateral vitreal hemorrhage hindering examination of the fundus was further noticed. Systemic signs included reduced general demeanour, presence of a firm mass in the left half of the mammary gland, multiple masses in the area of the vulva and a mass between the shoulder blades. Complete diagnostic work-up, i.  e. complete blood count, blood chemistry and coagulation status, fine needle aspiration of periocular swellings and incisional biopsy of the vulvar masses revealed a diagnosis of malignant B-cell lymphoma. Due to the deterioration in general demeanour and rapid progression of exophthalmos, resulting in bilateral corneal ulceration, despite symptomatic medical treatment, the ewe was humanely euthanized. Gross necropsy and histopathology of select tissue samples confirmed the diagnosis of multicentric malignant B-cell lymphoma. To the authors’ knowledge, this is the first report of multicentric malignant B-cell lymphoma involving the ocular adnexa in sheep.... J. O. Rushton (1), D. Thaller (2), R. Krametter-Froetscher (3) 27189 2017-02-16 08:59:01 Ahead of print: Primäres malignes Melanom im Gehirn eines 7 Monate alten Schafs (Ovis aries f.... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27182 Vorgestellt wird ein bislang nicht beschriebener Fall eines malignen Melanoms im Gehirn eines Schafs. Ein wegen Ataxie euthanasiertes, erst 7 Monate altes, weibliches Schaf wurde pathologisch-anatomisch und histopathologisch untersucht. Sowohl das Gehirn als auch das Schädeldach waren von einem malignen Melanom infiltriert. Metastasen fanden sich in Leber und Nieren. Auch histomorphologisch zeigte das Melanom die Charakteristika einer malignen Neoplasie. Die kongenitale Ansammlung von Melanozyten in der Hirnhaut des Schafs (kongenitale Melanose) ist eine regelmäßig beobachtete Pigmentanomalie, die sich im vorliegenden Fall als Ausgangspunkt des Melanoms anbietet. Das geringe Alter des vorgestellten Tieres legt diesen Zusammenhang nahe. In Fällen von diagnostisch unklaren Erkrankungen sollte auch bei landwirtschaftlichen Nutztieren einschließlich des Schafs ein neoplastisches Geschehen differenzialdiagnostisch in Betracht gezogen werden. W. Breuer (1), A. Hafner-Marx (1) 27182 2017-02-15 09:04:39 Ahead of print: Trichophytie als Bestandsproblem in der Wahrnehmung praktizierender Tierärzte http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27181 Gegenstand und Ziel: Trichophytie wird in der Literatur als häufig vorkommende Erkrankung des Rindes beschrieben, tatsächlich erhobene Daten gibt es jedoch kaum. In Fallberichten wird die Erkrankung dagegen häufiger dargestellt. Wahrnehmung ist allerdings Voraussetzung für eine strategische Bekämpfung, die neben der Vakzination betriebliche Maßnahmen wie Reinigung und Desinfektion verlangt. Material und Methoden: Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung wurden mit einem Fragebogen von 378 praktizierenden Tierärzten Einschätzungen zur Problematik der Trichophytie erhoben. Ergebnisse: Die überwiegende Mehrheit der Befragten war der Auffassung, dass Trichophytie als Bestandsproblem und Zoonose nicht ausreichend wahrgenommen wird, und gab an, die Erkrankung regelmäßig in Betrieben vorzufinden. Ebenso erklärte eine Mehrheit der Befragten, Trichophytie regelmäßig zu behandeln. Demgegenüber wurde die Wahrnehmung der Erkrankung in betroffenen Betrieben als unzureichend angesehen. Die Möglichkeit der Vakzination wurde durchgängig positiv bewertet. Schlussfolgerungen: Praktizierende Tierärzte nehmen Trichophytie als relevantes Problem der Tiergesundheit wahr. Hier besteht nach dem Urteil der Tierärzte ein Unterschied zu den betroffenen Betrieben selbst. Die Studie erlaubt die Schlussfolgerung, dass durch Aufklärungsmaßnahmen und gezielte Angebote Trichophytie in größerem Rahmen bekämpft werden könnte.... J. L. Kleen (1), T. Andres (2), U. Exner (2), R. Strie (2) 27181 2017-02-15 09:02:59 Tagung der DVG-Fachgruppe Veterinärmedizinische Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin &... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27170 27170 2017-02-09 13:55:13 Fragen zum Artikel: A. Kretschmar et al.: „Lähmungen vom peripheren Typ im Gliedmaßenbereich des... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27169 27169 2017-02-09 13:50:07 Meningoencephalitis caused by pathogenic Sarcocystis species in a naturally infected sheep in Turkey http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27068 A 3-year-old sheep was examined after an acute onset of hind limb paralysis and ataxia. At necropsy, central nervous system, pulmonary and intestinal hyperaemia and ecchymoses in the aortic arch were observed. Main microscopic lesions were confined to the heart, cerebrum and cerebellum. There were a multifocal mild myocarditis and nonsuppurative meningoencephalitis together with protozoal cysts in the heart and the brain. Protozoal cystic structures were observed within many of the myocardial fibers as well as in the cerebrum and cerebellum. Using light microscopy it could not be morphologically determined whether these organisms were Toxoplasma (T.) gondii or Neospora (N.) caninum. Additional diagnostic methods like immunohistochemistry and polymerase chain reaction provided differentiation of Sarcocystis from T. gondii and N. caninum. Transmission electron microscopy demonstrated characteristic features of Sarcocystis sp. as previously described. This is the first confirmed diagnosis of Sarcocystis sp. in the central nervous system of a sheep from Turkey.... A. Alasonyalilar-Demirer (1), M. M. Kahraman (1), A. Akkoç (1), S. P. Erturkuner (2), E. E. Guzel (2), O. Kul (3), V. Ipek (1) 27068 2017-01-24 08:35:39 Lähmungen vom peripheren Typ im Gliedmaßenbereich des Rindes http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27067 Die zweiteilige Arbeit bietet eine Übersicht über Lähmungen vom peripheren Typ im Gliedmaßenbereich des Rindes, die bei dieser Tierart den Hauptteil aller neurologischen Erkrankungen ausmachen und meist infolge eines Traumas peripherer Nerven auftreten. Erläutert werden deren Vorkommen, Ätiologie, Diagnostik, Prognose und Therapie. Im vorliegenden zweiten Teil dieser Übersichtsarbeit wird zunächst auf die für die Diagnostik relevanten anatomischen Grundlagen, die Lokalisation einer Schädigung neuronaler Strukturen innerhalb des unteren Motoneurons sowie die Klassifizierung der Schädigung peripherer Nerven eingegangen. Des Weiteren werden weiterführende diagnostische Verfahren dargestellt und die Einschätzung der Prognose, therapeutische Vorgehensweisen sowie Ansätze zur Prävention diskutiert. A. Kretschmar (1), M. Kaiser (1), W. Brehm (2), A. Starke (1) 27067 2017-01-24 08:34:35 Ahead of print: Einfluss von Morphin, Butorphanol und Levomethadon in unterschiedlicher Dosierung... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27038 Gegenstand und Ziel: In der Pferdemedizin stehen verschiedene Opioide zur Behandlung von Schmerzen zur Verfügung. Es gibt jedoch wenig Information zu einem direkten Vergleich der analgetischen Effektivität, Wirkdauer und Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen. Ziel dieser Studie war die Evaluierung gebräuchlicher Dosierungen von Morphin, Butorphanol und Levomethadon sowie die Evaluierung der analgetischen Effektivität dieser Opioide in einer höheren Dosierung mithilfe der Thermostimulation beim Pferd. Material und Methoden: Bei den Probanden handelte es sich um acht klinisch allgemeingesunde Tiere. Es wurde ein thermischer Reiz gesetzt und eine zuvor definierte Abwehrreaktion des Pferdes als Endpunkt gewertet. Nach Bestimmung von Nullwerten erhielten alle Pferde in einem randomisierten „Cross-over“-Studiendesign ein Plazebo (P = isotone Kochsalzlösung) sowie in jeweils zwei Dosierungen Morphin (M0,1 = 0,1 mg/kg; M0,2 = 0,2 mg/kg), Butorphanol (B0,1 = 0,1 mg/kg; B0,2 = 0,2 mg/kg) und Levomethadon (L0,1 = 0,1 mg/kg; L0,2 = 0,2 mg/kg) mit 14-tägiger Auswaschzeit. Die Messungen erfolgten nach 10, 30, 60, 90, 120, 180, 240, 300, 360, 420, 540 und 1350 Minuten. Neben dem thermischen Schwellenwert wurden Verhalten und Darmmotorik überprüft. Ergebnisse: Zu signifikant erhöhten Schwellenwerten kam es in den Gruppen M0,2 (240 min), B0,1 (90 min), B0,2 (90 min), L0,1 (60 min) und L0,2 (300 min). Verhaltensänderungen in Form von Drangwandern, Lippenspiel, Kopfzucken, erhöhtem Muskeltonus, Zittern, Ataxie oder Leerkauen traten auf. Ferner kam es in allen Gruppen zu einer Reduzierung der Darmgeräusche und einem verzögerten Kotabsatz. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Levomethadon führte dosisabhängig zu einer lang anhaltenden Analgesie, während mit Butorphanol keine Verstärkung der Analgesie in der höheren Dosierung zu erreichen war. Ein Ceiling-Effekt liegt hier nahe. Morphin hatte nur in der hohen Dosis einen nachweisbaren analgetischen Effekt. Weitere Studien sind notwendig, um für den Einsatz von Levomethadon und Morphin beim Pferd eine fundierte Dosisempfehlung zu erarbeiten.... P. Dönselmann im Sande (1), K. Hopster (1), S. Kästner (1) 27038 2017-01-11 14:35:12 Ahead of print: Diagnosis and surgical correction of congenital bilateral patellar luxation in two... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27037 This case study presents two female dwarf zebu calves with permanent bilateral flexion of the stifle joint secondary to bilateral congenital lateral patellar luxation. The patella could be manually repositioned bilaterally in the first calf (14 days old), but re-luxated immediately with release of manual pressure (luxation grade III). In the second calf (28 days old) both patellae were permanently luxated laterally (grade IV). The right and left stifles of each calf were operated in a staged procedure with approximately 14 days between surgery of the two sides. While a lateral release and a medial imbrication were sufficient for correction in the left stifle of the younger calf, a trochlear wedge resection was required in the other three stifle joints with hypo- to aplastic trochleas in order to stabilize the patella. Postoperatively each stifle was immobilized for 10 days with a cast. The younger calf regained full function of the hind limbs during the complete gait cycle in walk and in trot one month after the procedure. The older calf regained full function in the hind limbs in walk but in trot there was some degree of lameness due to a reduced extension of approximately 20°.... G. Kalayci (1), C. Binici (2), J. Tünsmeyer (1), S. Stein (1), A. Al Aiyan (3), K. Müller (2), L. Brunnberg (1) 27037 2017-01-11 14:25:16 Die Bedeutung der Erhaltung vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen am Beispiel der Arche Warder http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27032 Die heutigen Haustiere gehen aus einer Vielzahl von Wildtierarten (Stammformen) hervor. So wurde z.  B. aus dem Wolf der Hund (15  000 v. Chr.), aus der Bezoarziege die Hausziege (10  000 v. Chr.), aus dem asiatischen Mufflon das Hausschaf (10  000 v. Chr.), aus dem Wildschwein das Hausschwein (8000 v. Chr.) und aus dem Auerochsen das Hausrind (7000 v. Chr.) domestiziert. Die Domestikation hat die kulturelle Entwicklung des Menschen entscheidend verändert und im Lauf der Jahrtausende entstand eine große Diversität an Nutztierrassen. Diese einzigartige kulturhistorische Errungenschaft muss für zukünftige Generationen bewahrt werden. Der Tierpark Arche Warder ist Europas größtes Zentrum für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen. Arche Warder stellt mehr dar als nur einen Tierpark; es ist ein Landschaftspark und Erhaltungsprojekt für genetische Ressourcen und darüber hinaus auch ein Forschungsprojekt. Die Arche Warder verfolgt bei ihrem Einsatz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt fünf Ziele: 1. Schutz durch Erhaltungszucht. Zuchtprogramme verbessern die Qualität der genetischen Ressourcen. 2. Schutz durch Etablierung von Satellitenstationen. Auf diese Weise wird der Schutz vor Seuchenzügen gewährleistet und es bietet sich die Möglichkeit zur Vergrößerung des Genpools. 3. Schutz durch anspruchsvolle Bildungsarbeit. 4. Schutz durch Vernetzung mit nationalen und internationalen Institutionen. 5. Schutz durch Forschung. Die Arche Warder kooperiert eng mit diversen Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeiten sind Untersuchungen, die die biologischen Besonderheiten alter Rassen darstellen.... K. Frölich (1), A. Jandowsky (1) 27032 2017-01-10 09:04:56 Automatische Geburtsüberwachung bei primi- und pluriparen Rindern einer Kreuzungsherde aus Holstein... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27031 Gegenstand und Ziel: Hohe Kälberverluste im perinatalen Zeitraum sind nach wie vor ein ethisches und wirtschaftliches Problem in Milchviehbetrieben. Die Verbesserung des Geburtsmanagements durch eine frequente Geburtsüberwachung kann hierbei die Überlebensraten der Kälber nachhaltig erhöhen. Ziel der Studie war, in einer Kreuzungsherde den Einfluss des Rasseanteils und der Parität auf Praktikabilität und Zuverlässigkeit eines neu entwickelten Geburtsüberwachungssystems zu evaluieren. Material und Methoden: Das Geburtsüberwachungssystem wurde bei 23 primiparen und 31 multiparen Kühen einer Kreuzungsherde aus Holstein Friesian (HF) und Fleckvieh (FV) 7 Tage vor dem errechneten Geburtstermin eingesetzt. Nach dem dritten Fehlalarm wurde der Versuch abgebrochen und als falsch positiv (FP) bewertet. Die Abhängigkeit der Versuchsabbrüche vom genetischen Anteil der Rasse HF wurde mittels Mann-Whitney-U-Test statistisch berechnet. Ergebnisse: Bei Tieren mit überwiegendem HF-Anteil (> 66%) konnte der Geburtsmelder in allen Fällen erfolgreich angewendet werden. Überwog der FV-Anteil (> 66%), kam es zu Fehlalarmen durch Senderverlust, was zu zahlreichen Versuchsabbrüchen (FP) führte (31,6%). Multipare Kühe verloren den intravaginalen Sender häufiger als primipare Kühe (29,0% vs. 8,7%). Bei 72,2% der hochtragenden Kühe mit einem Geburtsmelder trat eitriger Scheidenausfluss auf. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Das automatische Geburtsüberwachungssystem lässt sich bei HF-Kühen zuverlässig einsetzen. Aufgrund der hohen Anzahl an Senderverlusten kann sein Einsatz derzeit nicht bei Tieren empfohlen werden, deren genetischer FV-Anteil 66% übersteigt. Zukünftige Entwicklungen automatischer Geburtsmelder sollten unter Berücksichtigung des Rasseeinflusses erfolgen.... M. Dippon (1), W. Petzl (1), D. Lange (1), H. Zerbe (1) 27031 2017-01-10 09:02:17 Morphologische Untersuchungen tiefreichender Klauenerkrankungen beim Rind http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=27030 Ziel: Im Rahmen einer größeren Studie über morphologische Veränderungen bei tiefreichenden Klauenerkrankungen wurden Klauen mit kompliziertem Rusterholz’schem Sohlengeschwür (RSG) untersucht, um die vielfältigen pathologischen Veränderungen des RSG zu dokumentieren. Material und Methoden: Insgesamt wurden von 55 Rindern Hinterfüße mit erkennbaren Hinweisen auf komplizierte Klauenerkrankungen von außen, am Sagittalschnitt, an Mazerationspräparaten von Zehenknochen und teilweise anhand histologischer Schnitte beurteilt. Von 112 Zehen mit 120 tiefreichenden Klauenerkrankungen wiesen 59 Klauen ein kompliziertes RSG auf. Ergebnisse: Zu den häufigsten Befunden gehörte eine Fibrosierung des Ballenfettgewebes, teils mit Verknorpelung und/oder Verknöcherung. Osteomyelitiden am Tuberculum flexorium (TF) stellten sich am Mazerationspräparat als Osteolysen dar und waren in der Peripherie häufig von periostalen Knochenzubildungen begleitet. Bei hochgradig veränderten Klauen fanden sich Abrissfrakturen des TF. Eine Arthritis des Klauengelenks, oft einhergehend mit subchondraler Osteomyelitis, zeigte sich am Mazerationspräparat mit Osteolysen im Bereich der Synovialgruben und in der Peripherie der Gelenkflächen sowie mit periostalen Knochenzubildungen am Gelenkkapselansatz. Seltener bestanden entzündliche Veränderungen der Bursa podotrochlearis, der gemeinsamen Fesselbeugesehnenscheide und des Krongelenks. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Die Fibrosierung bzw. Verknöcherung des Ballenfetts wird als Anpassung an unphysiologische Belastungsverhältnisse im Sinne einer Metaplasie bewertet. Bei der Ausbreitung des RSG dürfte das TF von zentraler Bedeutung sein. In fortgeschrittenen Fällen kann dort durch entzündlich bedingte Schwächung des Knochengewebes eine pathologische Fraktur mit „Ausriss“ der tiefen Beugesehne entstehen. Zur Infektion des Klauengelenks kann es sekundär im Anschluss an einen Sehnenausriss mit direkter Gelenkeröffnung kommen, doch dürfte die Fortleitung der Infektion über den Gelenkkapselansatz und den subchondralen Knochen in den Gelenkraum häufiger sein. Veränderungen der Bursa podotrochlearis, der gemeinsamen Fesselbeugesehnenscheide und des Krongelenks entstehen vermutlich erst im Gefolge einer Arthritis des Klauengelenks.... S. Gehringer (1), M. Müller (1), J. Maierl (2) 27030 2017-01-10 09:00:40 Fragen zum Artikel: A. Kretschmar et al.: „Lähmungen vom peripheren Typ im Gliedmaßenbereich des... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26957 26957 2016-12-05 11:02:24 Lähmungen vom peripheren Typ im Gliedmaßenbereich des Rindes http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26874 Die zweiteilige Arbeit bietet eine Übersicht über Lähmungen vom peripheren Typ im Gliedmaßenbereich des Rindes, die bei dieser Tierart den Hauptteil aller neurologischen Erkrankungen ausmachen und meist infolge eines Traumas peripherer Nerven auftreten. Erläutert werden deren Vorkommen, Ätiologie, Diagnostik, Prognose und Therapie. Im vorliegenden ersten Teil dieser Übersichtsarbeit werden allgemeine Ursachen beschrieben und Schädigungen spezieller Nerven an Vorder- und Hintergliedmaßen im Detail dargestellt. A. Kretschmar (1), M. Kaiser (1), W. Brehm (2), A. Starke (1) 26874 2016-11-17 09:32:07 Wundheilungsstörungen nach ventraler medianer Laparotomie beim Pferd http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26852 Gegenstand und Ziel: Wundheilungsstörungen stellen trotz Fortschritten in der Technik der Abdominalchirurgie eine häufige Komplikation nach medianer Laparotomie beim Pferd dar. Ziel der Studie war die Erfassung der Wundheilungsstörungen an der eigenen Klinik sowie die Ermittlung möglicher Risikofaktoren. Zudem sollte untersucht werden, inwieweit die Bauchfellnaht zur Reduktion von Wundheilungsstörungen beiträgt. Material und Methoden: In einer retrospektiven Studie wurden die Patientendaten der Chirurgischen Tierklinik der Universität Leipzig von Januar 2010 bis Dezember 2015 analysiert. Eingeschlossen in die Studie wurden Pferde, bei denen aufgrund einer Kolik eine ventrale mediane Laparotomie erfolgte. Die Analyse erfasste folgende Daten: Rasse, Geschlecht, Alter der Pferde, Lokalisation der Kolik, Invasivität des Eingriffs, Dauer der Allgemeinanästhesie, Nahttechnik zum Verschluss der Laparotomiewunde sowie postoperatives Fieber oder Leukopenie. Die Wundheilungsstörungen wurden differenziert in Nahtdehiszenz, Wundsekretion und Narbenbruch. Wundödeme unterlagen einer gesonderten Betrachtung. Ergebnisse: Wundheilungsstörungen in Form von Sekretion und Nahtdehiszenz traten bei 8,9% (18/202) der Pferde auf, postoperative Hernien bei 5,2% (9/173) der Tiere. Rasse, Geschlecht, Lokalisation der Kolik, Invasivität des Eingriffs, Dauer der Allgemeinanästhesie sowie postoperative Leukopenie beeinflussten die Häufigkeit von Wundheilungsstörungen nicht. Ein erhöhtes Risiko für Wundheilungsstörungen ergab sich für Pferde ab einem Alter von 20 Jahren (Odds Ratio [OR] 17,90), Tiere mit postoperativem Fieber (OR 7,48) sowie Pferde, bei denen das Bauchfell nicht vernäht wurde (OR 7,68). Tiere mit mittel- und hochgradigen Ödemen hatten ein signifikant höheres Risiko für Wundheilungsstörungen. Schlussfolgerung und klinische Relevanz: Von den geprüften Risikofaktoren lässt sich nur die Nahttechnik beeinflussen. Da die Bauchfellnaht mit einem geringeren Risiko für Wundheilungsstörungen verbunden ist, sollte sie beim Verschluss von Laparotomiewunden Standard sein.... D. Scharner (1), K. Winter (2), W. Brehm (1), M. Kämpfert (1), C. Gittel (1) 26852 2016-11-10 16:55:43 Nachweis von Salmonella Choleraesuis var. Kunzendorf bei einem Mastschwein mit septikämischer... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26779 Beschrieben wird ein Fall der septikämischen Salmonellose und des Porzinen Dermatitis-und-Nephropathie-Syndroms (PDNS) mit Nachweis von Salmonella (S.) Choleraesuis var. Kunzendorf und dem porzinen Circovirus Typ 2 (PCV2) bei einem Mastschwein aus einem Biobetrieb. Auf diesem biologisch wirtschaftenden Schweinemastbetrieb traten 6 Wochen nach dem Einstallen der Tiere vermehrt Todesfälle sowie Durchfall und Husten auf. Das identifizierte Salmonellen-Serovar wurde in Deutschland in den letzten Jahren vor allem bei Wildschweinen nachgewiesen, während der Erreger bei Hausschweinen in Westeuropa keine nennenswerte Rolle mehr spielte. Eine direkte Erregerübertragung von Wildschweinen auf die Hausschweine lässt sich im vorliegenden Fall nicht nachweisen. Vor dem Hintergrund, dass Wildschweine als Erregerreservoir für Tierseuchenerreger eine bedeutende Rolle spielen, unterstreicht dieser Fall jedoch, wie wichtig es ist, epidemiologische Zusammenhänge zu berücksichtigen und die Schweinehaltungshygieneverordnung zur Vermeidung von direkten oder indirekten Kontaktmöglichkeiten zwischen Haus- und Wildschweinen einzuhalten.... M. Eddicks (1), R. Hausleitner (1), L. Eddicks (2), A. Blutke (3), R. K. Straubinger (2), G. Wolf (2), I. Szabo (4), C. Heizer (5), W. Hermanns (3), M. Ritzmann (1) 26779 2016-11-03 10:25:58 Entwicklung einer Farbkarte zur Unterscheidung von Lochien bei Kühen mit und ohne Störung der... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26778 Gegenstand und Ziel: Die Unterschiede in der Farbe von Lochien bei Kühen mit ungestörter und gestörter Uterusinvolution post partum sollten beschrieben und zur Krankheitserkennung herangezogen werden. Material und Methoden: Im Zeitraum vom 1. bis zum 16. Tag post partum wurden 10 Kühe mit ungestörter Uterusinvolution und 15 Kühe mit gestörter Uterusinvolution untersucht. Dokumentiert wurde die Farbe der Lochien. Ergebnisse: Anhand der Unterschiede der Lochienfarbe von Kühen mit und ohne Uterusinvolutionsstörungen konnte eine Farbkarte erstellt werden. Klinische Relevanz: Die Farbkarte ermöglicht es, die Farbe der Lochien objektiver zu erfassen und zur Krankheitserkennung heranzuziehen. I. Jakupov (1), A. Kuzerbayeva (1), Z. Karabayeva (1) 26778 2016-11-03 10:22:11 Bovine Neonatal Pancytopenia – correlation between clinical symptoms, hematological parameters and... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26773 Objective: To compare the hematological parameters and clinical symptoms between Bovine Neonatal Pancytopenia (BNP) diseased calves dying before and after 14 days of life. Material and methods: Clinical observations included 47 calves from dams which underwent a 3-year vaccination program with the inactivated PregSure® BVD vaccine. In 25 of these 47 BNP affected calves blood examinations were performed and in 22 dead calves diagnosis was mainly based on post-mortem findings. Results: Cutaneous bleeding was the predominant clinical manifestation in 32 from 47 calves (68.1%). Seven from 47 calves (14.9%) developed cutaneous bleeding as the only symptom and 17 from 47 calves (36.2%) demonstrated these alterations in combination with hemorrhagic lesions of the oral mucosa. In 66.0% (31/47) of calves petechiae of the oral mucosa were seen and petechiation without any other BNP related symptoms occurred in eight from 47 calves (17.0%). The hematological analysis revealed thrombocytopenia in all 25 cases (n = 23: PLT... M. Gehrke (1), V. Junge (2), J. M. Jaśkowski (1), M. P. Polak (3), K. Urbaniak (1), A. Żuraw (4) 26773 2016-11-02 11:09:00 Einflussfaktoren auf die Erstkolostrummenge bei Holstein-Friesian-Kühen und deren Beziehungen zur... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26772 Ziel: Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Menge des Erstkolostrums bei Holstein-Friesian-Kühen und deren Beziehung zur postpartalen Kalziumkonzentration im Blutserum. Geprüfte Hypothesen: 1. Die Laktationszahl ist der wichtigste Einflussfaktor auf die Menge des Erstkolostrums. 2. Die Menge an Erstkolostrum ist ein ätiologischer Faktor bei der Entstehung der Gebärparese. Material und Methoden: Von April 2012 bis März 2013 wurde eine Beobachtungsstudie auf einem kommerziellen Milchviehbetrieb (2278 Holstein-Friesian-Kühe) durchgeführt. Die Analyse umfasste folgende Variablen: Blutserumkonzentrationen an Kalzium, Phosphor, freien Fettsäuren und β-Hydroxybutyrat; Rückenfettdicke; Milchleistung; Daten zur Kalbung; Laktationszahl; Kuhvater; Trächtigkeitsdauer; Erstkalbealter; Trockenstehdauer; Fruchtbarkeitskennzahlen der Vorlaktation sowie Erkrankungen in der Trockenstehphase und bis 3 Tage post partum. Die Daten wurden mithilfe der Varianzanalyse, Korrelationsanalyse sowie der multiplen linearen Regressionsanalyse auf Zusammenhänge und Einflussfaktoren stufenweise ausgewertet. Ergebnisse: Die mittlere Erstkolostrummenge betrug 5,6 kg mit einer Streuung von 3,41 kg. Eine Vielzahl von Einzelfaktoren beeinflusste die Menge des Erstkolostrums. Anhand der untersuchten Einflussfaktoren konnte ein Viertel der Variabilität der Kolostrummenge erklärt werden. Entgegen der Erwartung ließ sich der dominierende Einfluss der Laktationszahl nicht bestätigen, da er durch die stärker wirkenden Faktoren Milchmengenleistung der Folgelaktation, Erkrankungen nach der Kalbung, Trockenstehdauer, Kuhvater (Genetik) und das Kälbergewicht aufgenommen wird. Schlussfolgerungen und klinische Relevanz: Durch Selektion auf eine hohe Milchleistung und durch Einsatz von Bullen, deren Töchter eine gute Milchleistung zeigen, wird gleichzeitig auf eine höhere Kolostrummenge selektiert. Eine Trockenstehdauer von 50 Tagen ist in Hinblick auf die Kolostrummenge empfehlenswert. Die beiden Hypothesen wurden nicht bestätigt.... M. Karl (1), R. Staufenbiel (1) 26772 2016-11-02 11:01:47 Fragen zum Artikel: J. Kecman, M. Wähner: „Management großer Würfe in der Ferkelerzeugung“ http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26673 26673 2016-10-12 10:47:20 2. Tagung der DVG-Fachgruppe „Bienen“ am 28. Oktober 2016 im Rahmen des DVG-Vet-Congresses in Berlin http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26672 26672 2016-10-12 10:46:29 Management großer Würfe in der Ferkelerzeugung http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26616 Die Anzahl lebend geborener Ferkel je Wurf zeigte in den zurückliegenden Jahren einen fortwährenden Anstieg. Nicht selten werden Ferkelzahlen je Wurf von 15, ja bis 20 registriert. Mit diesen steigenden Fruchtbarkeitsleistungen erhöhen sich einerseits die Anforderungen an die Sauen, die eine hohe Anzahl an gesunden und vitalen Ferkeln bis zum Absetzen verlustarm aufziehen sollen und andererseits an das Management im Abferkelbereich. Um die Ferkelverluste zu minimieren, eine hohe Wachstumsleistung der Tiere in großen Würfen zu erzielen und die laktierenden Sauen bis zum Absetzen der Ferkel in einem guten Gesundheits- und Konditionszustand zu behalten, erfordert es den Einsatz von unterschiedlichen und ausgefeilten Managementmaßnahmen in der Säugeperiode. J. Kecman (1), M. Wähner (2) 26616 2016-09-22 17:06:44 Prävention der equinen Herpesvirus-Myeloenzephalopathie – Ist Heparin eine vielversprechende Option? http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26593 Die equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHM) ist ein dramatischer Verlauf der Infektion mit equinem Herpesvirus 1 (EHV 1). Für die Prävention der EHM bei EHV-1-Ausbrüchen stehen bislang keine verlässlichen Medikamente zur Verfügung. Aufgrund der ursächlichen Thromboischämie im Bereich des Rückenmarks und der Fähigkeit von Heparin, den Viruseintritt in Zellen in vitro zu blockieren, entstand die Hypothese, dass die Verabreichung von Heparin an EHV-1-infizierte Pferde die Inzidenz der EHM reduzieren könnte. Daher wurde während eines akuten Ausbruchs mit der neuropathogenen Variante von EHV 1 (G2254/D752 Pol) Heparin metaphylaktisch eingesetzt. Der Ausbruch betraf 61 Pferde. Alle Pferde, die ab Tag 10 des Ausbruchs Fieber zeigten (n = 31), wurden mit Heparin (25 000 IU zweimal täglich subkutan über 3 Tage) behandelt, während die bis zu diesem Zeitpunkt erkrankten Pferde kein Heparin erhielten. Die mit Heparin therapierten Pferde entwickelten statistisch signifikant (p = 0,03) seltener Symptome der EHM (1/31; 3,2%) als die Pferde ohne Heparinapplikation (7/30; 23,3%). Die Ergebnisse dieser Fallstudie weisen darauf hin, dass die Verabreichung von Heparin an Pferde, die an einer EHV-1-Infektion erkrankt sind, das Risiko für EHM senken könnte. Hierzu sind randomisierte und gegebenenfalls geblindete Studien erforderlich.... J. Walter (1), C. Seeh (2), K. Fey (3), U. Bleul (1), N. Osterrieder (4) 26593 2016-09-21 10:07:34 Sertoli cell tumour in a neonate calf: an unusual congenital tumour http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26592 Congenital testicular tumours are seldom reported in bovine species. This case report describes the clinical, sonographical, haematological, pathomorphological and immunohistological features of a Sertoli cell tumour in a neonatal German Holstein calf. Microscopically, the enlarged testicle was composed of neoplastic cells, which were packed in well-formed tubules. The mostly polygonal shaped cells had round to elongated nuclei and a scanty eosinophilic cytoplasm. Some cells were arranged perpendicularly to the light PAS-positive basement membrane. These cells were packed in broad sheets separated by dense fibrous stroma. Mitotic figures were present. The features described above are indicative of a Sertoli cell tumour. The contralateral testicle showed a well formed rete testis, fusiform cells and a dense central capillary convolute and haemorrhagic foci. The features are indicative of an extensive fibrosis and older haemorrhage. The neoplasia was immunopositive for vimentin, α-oestrogen receptor, α-inhibin and S-100 protein, but immunonegative for cytokeratine, CD30, progesterone receptor, α-fetoprotein, SALL4, OCT4 and glypican-3. The mycotoxicological investigations revealed the presence of residues of zearalenone, deoxynivalenol, ochratoxin, HT2 toxin and their metabolites in feeds and urine of heavily pregnant cows of the herd. Furthermore, information is provided about oestrogen and testosterone levels of the affected and healthy neonatal calves. A possible influence of mycotoxins on the cancerogenesis is discussed.... T. Vissiennon (1), M. Freick (2), E. Kilic (3), T. Schmidt (4), S. Dänicke (5), M. Schmicke (6), E. Schneider (4) 26592 2016-09-21 10:06:27 Ovarian response and conception rate following oestrus synchronization using three protocols in ... http://tpg.schattauer.de/t3page/1214.html?manuscript=26538 Objective: The aim of this study was to monitor the ovarian response and conception rate following estrous synchronization using CIDR, Ovsynch and double prostaglandin F2α protocols in Egyptian buffalo heifers. Material and methods: A total of 80 cyclic buffalo heifers were divided into four equal groups: CIDR (intravaginal progesterone releasing device, EAZI-BREEDTM CIDR®), Ovsynch (GnRH, PGF2α, GnRH injections), PGF (double PGF2α doses) and control. Timed artificial insemination (TAI) was performed in all heifers. All animals were examined using ultrasound and blood samples were collected for measurement of progesterone. Results: A new follicular wave occurred earlier in the Ovsynch and PGF groups than in the CIDR group (p  H. A. Hussein (1), R. H. Mohamed (2), M. Hossam (3), A. Wehrend (4) 26538 2016-09-06 11:57:46